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Pferde putzen

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Dein Pferd muss mindestens einmal pro Tag, vor dem Reiten gründlich geputzt werden. Die Pferdepflege dient vor allem der Reinigung und verhindert Scheuerstellen unter Zaumzeug, Sattelunterlage und Beinschutz. Außerdem ist das Putzen wichtig für das Wohlbefinden deines Vierbeiners, da du dein Pferd massierst und dadurch seinen Kreislauf anregst.

Generell solltest du versuchen beim Putzen deines Pferdes ungefähr die gleiche Reihenfolge deiner Handlungen beizubehalten, um Routine und gegenseitiges Vertrauen in den gesamten Ablauf zu bringen. Die hier beschriebene Reihenfolge ist nur eine mögliche Vorgehensweise. Du kannst natürlich deinen eigenen "Putzplan" erstellen. ;-)

Zunächst bindest du dein Pferd am Putzplatz an und stellst deine Putzkiste mit dem darin enthaltenen Putzzeug bereit. Dann kratzt du die Hufe deines Vierbeiners aus. Dazu stellst du dich immer mit dem Rücken zum Pferdekopf und hebst mit der linken Hand den Huf deines Pferdes an (Linkshänder werden es wahrscheinlich anders herum machen ;-) ), um ihn mit dem Hufkratzer, den du in deiner rechten Hand hältst zu reinigen. Eine genauere Beschreibung und was du außerdem über die Hufpflege wissen solltest, kannst du in diesem Artikel nachlesen.




Du putzt dein Pferd immer von vorne nach hinten. Das heißt, du striegelst, beginnend am Hals, alle bemuskelten Körperteile deines Pferdes durch. Dabei machst du kreisförmige Bewegungen mit dem Striegel, um das Fell mit und gegen den Haarstrich durch zu schrubben. An den unbemuskelten Körperstellen darfst du dein Pferd nicht mit dem Striegel putzen, da es deinem Pferd ganz sicher unangenehm wäre und ihm Schmerzen zufügen könnte. Dazu gehören die Gliedmaßen von Vorderfußwurzelgelenk und Sprunggelenk abwärts - also der untere Teil des Pferdebeines, je nach Ausprägung der Widerrist und evtl. hervortretende, spitze Hüftknochen. Wenn du das Putzen ein wenig geübt hast, wirst du schnell heraus finden, an welchen Stellen du dein Pferd bedenkenlos mit dem Striegel putzen kannst, ohne dass es ihm unangenehm ist. ;-) Den Striegel musst du während des Putzens regelmäßig ausklopfen. Das geht am besten auf dem Boden, den du zu diesem Zweck leicht anfeuchten solltest, um ein Herumfliegen des gelösten Staubs zu vermeiden.

Wenn du dein Pferd ordentlich durch gestriegelt hast, dann nimmst du die Wurzelbürste dazu und bürstest damit den groben, mit dem Striegel gelösten Dreck aus dem Fell deines Pferdes. Auch die Beine kannst du nun prima mit der Wurzelbürste schrubben. Da die Wurzelbürste den Schmutz aufnimmt, musst du auch sie während des Putzvorganges immer wieder davon befreien. Dazu streichst du sie einfach einige Male über den Striegel. Diesen musst du danach natürlich wieder auf dem Boden ausklopfen. ;-)

Danach sind die groben Verunreinigungen erst einmal entfernt und du greifst zur Kardätsche. Hiermit bürstest du die Schmutzreste von deinem Pferd und "stylst" dein Pferd, in dem du alle Haare ordentlich in Fellrichtung glatt streichst. Das ist an der Stelle, an der nachher der Sattel liegen soll besonders wichtig, denn aufgestellte Haare unter der Schabracke können ziepen, zwicken, scheuern und sogar üblen Satteldruck verursachen. Die Kardätsche musst du, wie die Wurzelbürste immer wieder am Striegel abstreifen, um sie von Staub zu befreien.

Im nächsten Schritt kannst du den Kopf deines Pferdes mit einer Schmusebürste putzen. Manche Pferde mögen es, andere eher weniger. Du solltest dich deinem Pferd ein wenig anpassen - wenn dein Pferd es nicht mag, dass du in seinem Gesicht herum fummelst, dann machst du halt nur das Nötigste und versuchst nicht mit aller Gewalt zu "schmusen". ;-) Dein Pferd wird sich sicher mit der Zeit mehr und mehr an das Kopf-putzen gewöhnen und lernen es zu genießen. Manche Pferde, insbesondere solche, die schlechte Erfahrungen gemacht und wenig Vertrauen zum Menschen haben, sind sehr Scheu und skeptisch, wenn man versucht von vorne an ihren Kopf heran zu kommen. Mit viel Einfühlungsvermögen wirst du es deinem Liebling aber sicher "schmackhaft" machen können.

Nun kannst du, wenn du möchtest dein gesamtes Pferd mit dem Lammfellhandschuh abreiben. Das verleiht ihm einen besonderen Glanz und lässt es noch schöner in der Sonne strahlen. ;-)

Dann muss der Schweif deines Pferdes gekämmt (Vorsicht!) oder besser verlesen werden. Genaueres hierzu im Artikel Die Schweifpflege. Außerdem kannst du jetzt deinen Mähnenkamm in die Hand nehmen und die Mähne deines Pferdes von Knoten, Verfilzungen und nicht selten auch von Matschresten befreien.

Zum Schluss kommen deine Schwämme zum Einsatz. Dazu kannst du dir ein kleinen Eimer mit warmem Wasser bereitstellen. Zunächst nimmst du den "oben-Schwamm". ;-) Verschiedene Farben der Schwämme erleichtern die Unterscheidung - du kannst die Schwämme aber auch durch z.B. eingenähte Fäden kennzeichnen. Du reinigst also behutsam Augen und Nüstern deines Lieblings und wäschst den Schwamm danach gründlich aus bevor du ihn zum Trocknen in die Sonne (falls vorhanden ;-) ) legst. Um ein Müffeln in deiner Putzkiste zu verhindern, lege nie einen nassen Schwamm hinein. Danach greifst du zum "unten-Schwamm" und reinigst damit die Geschlechtsteile, das Euter, den After sowie die Unterseite der Schweifrübe deines Pferdes und wäschst natürlich auch diesen Schwamm anschließend gründlich aus.

Dein Pferd ist nun gestylt... ;-) Du kannst es entweder wieder auf seine Koppel bringen oder jetzt mit dem Satteln und dem Auftrensen beginnen.




Kommentare zu diesem Artikel
coooooooooooolllllllll schrieb am 10.05.2016:

wwwwwwwwwwwwwwoooooooooooooooooooooooowwwwwwwwwwwww beste seiteeeeeeeeeeeeeeeeeee

Nele schrieb am 30.05.2014:

Was ist mit der Kardätsche?

Lena schrieb am 11.06.2013:

Ich mache den Basis-Pass und die Seite hilft einem sopper xD

Jana schrieb am 01.05.2013:

Es ist einfach eine super Seite, nirgendwo habe ich mehr oder sinnvollere Informationen erhalten. Außerdem ist es leicht zu verstehen, auch für Anfänger.

Desiree schrieb am 16.02.2013:

Die Seite ist einfach super, man lernt so viel :-D

Nani schrieb am 23.10.2012:

Das ist die beste Seite über Pferde, die es gibt.



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